Finanziell Sicher in die Selbstständigkeit als Fotografin, Michaela Krenn, Hyggestories

Finanziell sicher in die Selbstständigkeit als Fotografin: 3 Wege, um stressfrei zu starten

Ok, ok. Du spielst also mit den Gedanken, dich als Fotografin selbstständig zu machen? Vielleicht hast du dich sogar schon dazu entschlossen. Doch immer wieder stellt sich die Frage: Wann ist dafür wirklich der richtige Zeitpunkt? Welche Möglichkeiten gibt es, und wie kannst du finanziell sicher in die Selbstständigkeit starten, ohne Hustle oder ständigen Druck? Genau darauf findest du hier und heute ein paar kurze, knackige Antworten.

Wichtig vorweg zu wissen: Auf all diese Fragen brauchst du nicht sofort eine Antwort. Du solltest wirklich in Ruhe überlegen, welcher Weg in die Selbstständigkeit für dich machbar ist, mit deinen Ressourcen die du hast und welcher Weg dir zudem die notwendige Sicherheit gibt.

Denn ein finanziell sicherer Start in die Selbstständigkeit sieht für jede*n anders aus. Es hängt von so vielen individuellen und persönlichen Faktoren ab, wie z.B. wie hoch dein Bedürfnis an Sicherheit ist und was du dafür brauchst. Aber auch von den rein zahlenbasierten Fakten, wie z.B. deinem Eigenkapital, deinen monatlichen Fixkosten, deinem finanziellen Puffer aka Notgroschen für ungeplante Vorkommnisse.

Mein Tipp für deinen Start in die Selbstständigkeit als Fotografin:

Wenn du dich für die Selbstständigkeit, insbesondere als Fotografin, entscheidest, dann ist vor allem dein Durchhaltevermögen und deine Leidenschaft entscheidend darüber, ob du damit langfristig erfolgreich und erfüllt sein wirst. Das bedeutet im Umkehrschluss: All das solltest du dir gut bewahren.

Was stattdessen oft gepredigt wird in der Business-Bubble: So schnell wie möglich so hoch wie möglich wachsen und all das natürlich gaaaaaaanz easy. Passt schon beim Lesen nicht zusammen, oder? Also, Hand auf's Herz: Ich weiß ja nicht, wem du hier was beweisen musst, ich sehe darin jedenfalls nichts außer einem Wettkampf gegen dich selbst und die Zeit. Am Ende geht dir die Puste aus und der Spaß geht flöten.

Willkommen im verherrlichten Selbst- und Ständig-Teufelskreis.

#düdüm

Klingt gar nicht mal so erstrebenswert, oder? Ich weiß.

Wenn du dich also nicht dem Hustle hingeben möchtest, sondern dir Schritt für Schritt deine Selbstständigkeit in deinem Tempo aufbauen möchtest, dann bist du hier richtig.

Perfekto! Dann zeig ich dir jetzt drei Wege, wie du finanziell sicher in die Selbstständigkeit als Fotografin starten kannst. Falls du dazu noch ausführlichere Infos möchtest, empfehle ich dir die dazu passende Podcastfolge von meiner Kollegin Anna Rennhofer und mir. (Hier lang.)

1. Selbstständigkeit “nebenbei” aufbauen:

Ein Weg, den viele junge Unternehmer*innen wählen, ist die Selbstständigkeit schrittweise aufzubauen. Besonders während des Studiums oder einer Bildungskarenz kannst du die Gelegenheit nutzen, dein eigenes Business als Nebengewerbe zu etablieren. Hierbei steht meistens erstmal der Aufbau von Markenbekanntheit im Vordergrund.

Vorteile, neben dem Studium z.B. in die Selbstständigkeit zu starten:

  • Geringeres finanzielles Risiko durch geringeren Lebensstandard
  • Sammeln von Erfahrungen ohne (Leistungs-)Druck
  • Etablierung deiner Marke ohne Zeitdruck

[Wie meine eigenen Schritte in die Selbstständigkeit ausgesehen haben? Erfährst du im Podcast.]


2. Die Stundenreduktion deiner Vollzeit Anstellung:

Eine sichere und stressfreiere Option ist der Übergang von einer Vollzeit Anstellung zu einer reduzierten Teilzeitstelle. Hier kannst du beispielsweise deine Arbeitsstunden auf 24 oder 16 Stunden pro Woche reduzieren, um mehr Ressourcen für den Aufbau der Selbstständigkeit zu gewinnen.

Mit deinem geregelten Einkommen sollten dann mindestens deine Fixkosten (z.B. Miete) und variable Kosten (z.B. Lebensmittel), die monatlich anfallen, gedeckt sein. Gleichzeitig kannst du in Absprache mit deinem Arbeitgeber*in deine Arbeitstage pro Woche so aufteilen, dass dir dennoch genügend Freizeit zur Erholung bleibt. Denn eines darf hier nicht vergessen werden: Das Jonglieren zwischen zwei "Arbeitsstellen" kann sehr anstrengend und kräftezehrend sein. (je nach Position, Stunden & mentaler Kapazität) Eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit ist darum umso wichtiger.

Vorteile:

  • Sicherheit durch regelmäßiges Einkommen
  • Zeit für den schrittweisen Aufbau des eigenen Business
  • Weniger finanzieller Druck in der Anfangsphase

[Mehr Infos und warum meine Podcast-Kollegin Anna diesen Weg gewählt hat, erzählt sie in dieser Folge.]


3. Der Start in die Selbständigkeit mit Eigenkapital

Nicht zuletzt gibt es natürlich auch die Möglichkeit, den Weg in die Selbstständikeit mit Hilfe von Erspartem bzw. Eigenkapital zu gehen. Gerade wenn du schon viele Jahre Vollzeit gearbeitet hast, konntest du dir vielleicht ein gutes finanzielles Puffer ansparen, welches dir für einige Zeit deine wiederkehrenden, monatlichen Fix- und variablen Kosten deckt.

Somit kannst du dich einige Monate vollkommen auf den Aufbau deiner Selbstständigkeit konzentrieren, ohne deine Energie mit einem Zweitjob zu teilen. Wenn du diesen Weg wählst, sollte dir jedoch deine finanzielle Lage glasklar sein, ebenso wie der Zeitraum, in welchem du diesen Puffer nutzen möchtest. Ein Plan, wie es nach diesem Zeitraum weitergehen kann, sollte unbedingt vorhanden sein, sodass du dich dann wirklich voller Motivation in den Aufbau deines Business stürzen kannst.

Eine gute Möglichkeit als Übergangslösung wäre zum Beispiel, zeitweise auf Honorarbasis (als Freelancer*in) zu arbeiten, um das finanzielle Puffer wieder aufzufüllen. Dadurch ändert sich an deiner Flexibilität sowie am Status deiner Selbstständigkeit nichts, du profitierst jedoch von einer sicheren, konstanten Einnahmequelle. Denn (finanzieller) Druck ist gerade zu Beginn deiner Selbstständigkeit ein absoluter Motivations-Killer. (Glaub mir, ich weiß wovon ich spreche.)

Vorteile:

  • Maximale Konzentration auf das eigene Business
  • Flexibilität und finanzielle Sicherheit in der Anfangsphase
  • Möglichkeit, langfristige Visionen ohne sofortigen finanziellen Druck zu verfolgen

Fazit:

Wie du siehst: Es gibt viele Wege, wie du finanziell sicher in die Selbstständigkeit starten kannst. Entscheidend ist jedoch, dass du einen für dich passenden Weg wählst, der den Druck rausnimmt, dir Sicherheit gibt und vor allem das Wichtigste überhaupt: Zeit. Denn am Ende des Tages zählt nicht nur der finanzielle (schnelle) Erfolg, sondern vor allem die Freude und Leidenschaft, die du tagtäglich in dein Business steckst.

Mehr kostenlosen Input rund um eine entspannte Selbstständigkeit, gibt es jeden Sonntag in meinem gemeinsamen Podcast mit meiner Freundin & Kollegin Anna. Hier findest du alle Infos:

Alles Liebe & immer schön authentisch bleiben,
Deine Michaela

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